Mechanische Uhren - Auswirkungen Von Stößen Und Vibrationen

Aber bei aller Vorsicht sind unliebsame Einwirkungen von außen, wie etwa starke Stöße, nicht immer zu vermeiden. Klassische Gefahrenpunkte sind schlechte Wetterbedingungen, Erschütterungen von außen sowie zu hohe Duckbelastungen als auch Kontakte mit Wasser und u. a. eine zu lange andauernde direkte Sonneneinstrahlung. Dies bedeutet, dass eine edle Uhr beispielsweise bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit und bei extremen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bzw. bei Temperaturen über 50° C lieber zu Hause sicher aufbewahrt werden sollte.

Der beste Lagerungsort ist bei mechanischen Uhren eine staubgeschützte Uhrenbox. Diese verhindert das Eindringen kleinster Staub- sowie Sandpartikel. Solche Partikel können auch in das Innere hochwertiger Uhren eindringen und die Mechanik auch der teuersten Herrenuhren in Mitleidenschaft ziehen. Aus diesem Grund sollten beispielsweise hochpreisige Herrenuhren niemals während eines Sonnenbades auf einem Sandstrand getragen werden. Auch der Kontakt von Uhren mit Wasser sollte stets davon abhängen, ob und inwieweit die jeweilige Uhr wassergeschützt ist. Darf die Uhr einem Druck von 5 bar ausgesetzt werden, ist diese gegen Spritzwasser gefeit. Ab 10 bar eignet sie sich zum Schwimmen und erst ab 20 bar für Tauchgänge. Hier hat der Uhrenliebhaber unbedingt die Hinweise des Herstellers (Wasser geschützt, wasserdicht 3 pub, wasserdicht 5 pub, wasserdicht 10 bar) zu achten.

Mechanische Uhren

Sehr häufig sind die aufgrund erlittener Stöße und Erschütterungen bei einer mechanischen Uhr aufgetretenen Folgen zu beklagen. Dies ist angesichts der Tatsache, dass zum Beispiel die Unruh teurer Herrenuhren regelmäßig mehr als 432000 Halbschwingungen täglich absolviert, nicht sonderlich erstaunlich. Die Leistungen mechanischer Uhren sind großartig. Dies setzt voraus, dass die Bestandteile einer mechanischen Uhr zum Teil auf 1/1000 Millimeter genau ausgearbeitet sein müssen. Die eingearbeiteten kleinsten für das mechanische uhren Auge kaum sichtbaren Schrauben müssen über ein perfektes Gewinde nebst einem fein polierten Kopf verfügen. Ein überstarker Stoß zieht dieses System regelmäßig in Mitleidenschaft. Neben optischen Beschädigungen am Gehäuse ist dann grundsätzlich die Ganggenauigkeit schwer beeinträchtigt.

Ein Thema für sich sind die von einem Magnetfeld ausgehenden Störungen. So können beispielsweise Elektromotoren, magnetische Schließanlagen sowie u. a. Lautsprecher das Schwingsystem einer mechanischen Uhr aufmagnetisieren. Dies wirkt sich regelmäßig nachteilig auf die Ganggenauigkeit der Uhr aus. Abhilfe verspricht hier ein sog. Magnetfeldschutz. Durch die Verwendung magnetisierbarer Werkstoffe im Uhrengehäuse werden äußere Magnetfelder umgeleitet. Hierdurch wird der Innenraum der Uhren zu einem Großteil magnetisch abgeschirmt. So kann ein weichmagnetischer Gehäuseinnenraum konstruiert werden, der als Magnetfeldschutz fungiert.

Wer dies beachtet und ansonsten gut mit seinem Sammlerstück umgeht, wird an seiner Uhr lange Freude haben herren automatikuhr.